Die Herstellung

Viele Dinge sind bei der Herstellung von edlen Obstbränden zu beachten.

In der Schaubrennerei Fink wird mit modernstem Brenngerät und
mit höchsten Qualitätsanforderungen gearbeitet.
Besuchen Sie die Schaubrennerei Fink und erleben Sie selbst die Herstellung eines Edelbrandes.

Für diejenigen, welche die Schaubrennerei Fink nicht besuchen können, werden hier einige unserer Herstellungsprinzipien und die Technische Ausstattung aufgelistet und auch ein Shop auf dieser Homepage eingerichtet.

Die Voraussetzungen für einen Edelbrand:

1. Vollreifes und einwandfreies Obst
2. Sorgfältiges waschen und sortieren
3. Sortengerechtes Einmaischen
4. Geschlossene Gärung
5. Professionelle Destillation
6. Ausreichende lange Lagerung
7. Herabsetzen auf verträgliche Trinkstärke
8. Exakte Filtrierung

1. Vollreifes und einwandfreies Obst:

Prinzip ist: Die Qualität eines Obstbrandes entsteht ausschließlich am Obstbaum. Der beste Brennmeister kann aus schlechtem Obst und somit minderwertiger Maische keinen guten Brand herstellen. Dies bedeutet, nur wenn im Ausgangsprodukt genügend Aroma vorhanden ist, können fruchtige Brände entstehen. Im Gegensatz zu Tafelobst spielt die Optik eine untergeordnete Rolle, wenn die Reife der Frucht und der sortentypische Geschmack nicht darunter leidet.
Beim Obst unterscheiden wir zwischen Pflückreife und Genussreife.
Beim Steinobst, fällt beides in etwa zusammen.
Beim Kernobst, speziell bei Wintersorten, können sogar Monate dazwischen liegen. Manche Wintersorten bei Äpfel und Birnen haben erst nach längerer Lagerung die richtige Genussreife erreicht. Der optimale Zeitpunkt zum Einmaischen ist nach Erreichen der erwähnten Genussreife.

Die Anforderungen an gutes Brennobst sind:

a. optimale Genussreife (ausgeprägtes, sortentypisches Aroma)
c. rundum gesundes Obst (faules Obst gibt kein Aroma)
d. sauberes Obst (verschmutztes Obst bringt Branntweinfehler)
Schimmelige, faulige und unreife Früchte sind unbrauchbar!

2. Das Waschen und Sortieren des Obstes:

Geschütteltes oder gesammeltes Obst (Fallobst) muss sauber aufgelesen werden und vor allem frei von Anhaftungen sein (Erde, Steine, Gras und Blätter). Gerade aufgelesenes Obst ist natürlicherweise mikrobiologisch stark belastet und muss vor dem Einmaischen daher gewaschen werden, denn verschmutztes Obst kann zu Fehlgärungen führen.
Vor dem Einmaischen wird das Brennobst sortiert. Unreifes, schimmeliges und fauliges Obst wird entfernt, denn solches Obst bringt große Aromaverluste und führt sogar zu Aromafehlern.

3. Das Einmaischen des Obstes:

Damit der Zucker für die alkoholische Gärung freigesetzt werden kann, muss ein Teil der Zellen aufgespalten werden. Auch während der Gärung erfolgt ein weiteres Aufschließen der Zellen.
Die unterschiedlichen Anforderungen von Kern- und Steinobst werden beim Einmaischen wie folgt berücksichtigt.


3.a Kernobst: Hier ist eine stark zerkleinerte Maische günstiger für die Gärung, da mehr Zellen aufgespalten werden und die Maische dadurch flüssiger wird. Dazu verwendet man Obstmühlen oder sog. "Muser".


3.b Steinobst: Dieses wird nur gequetscht oder gestampft, damit möglichst keine Steine zerschlagen werden. Die Steine enthalten an Zucker gebundene Aromastoffe (z.B. Blausäure), die sich aus dem intakten Stein langsamer herauslösen als aus einem aufgeschlagenen. Die Fruchtsteine ergeben jedoch auch den typischen Mandelton in den Steinobstbränden.

4. Die geschlossene Gärung:

Eine saubere, reine Gärung gelingt nur in geschlossenen Gärbehältern mit dem Gärspund. Dieses kleine Gerät verhindert den Sauerstoffzutritt zu der Maische und somit auch das Eindringen von unerwünschten Hefen und Bakterien. Dadurch wird auch die Essigsäurebildung verhindert und das Fruchtaroma bleibt erhalten. Auf eine ideale Gärtemperatur wird selbstverständlich auch geachtet. Diese Idealtemperatur liegt zwischen 15°C und 20°C. Die Gärdauer, welche von Temperatur und Obstart abhängig ist, liegt normalerweise zwischen 2-3 Wochen.
Der Brennzeitpunkt: Um möglichst viel Fruchtaroma in den Brand zu bringen wird in der abklingenden Gärphase, bzw. gleich nach dem Ende der Gärung gebrannt.

5. Die Destillation:

Die Schaubrennerei Fink verfügt über eine moderne Brennanlage mit effektiver Technik.

Die besonderen Komponenten sind:

a.) Eine Brennblase im Wasserbad und
b.) ein Rührwerk in der Brennblase (dadurch brennt die Maische nicht an)
c.) Verstärkerkolonne mit Glockenböden (Abtrennung hoch- und niedrigsiedendn Inhaltsstoffe)
d.) Dephlegmator (zusätzliche Reinigung durch Kondensation)
e.) Aromakatalysator (Abtrennung von unerwünschten Aromastoffen)
f.) hocheffektiver Destillatkühler (Röhrenkühler)
g.) präzise Kontrollgeräte zur exakten Abtrennung von Vor-, Mittel- und Nachlauf.



5.1) Vorlauf:

Beim Feinbrennen ist es für den Brennmeister ganz wichtig, dass er langsam anheizt, damit nur die leicht flüchtigen unerwünschten Stoffe, wie Acetaldehyd, Essigsäureester usw. im Vorlauf abgeschieden werden. Heizt er zu stark, gehen mit den unerwünschten leicht flüchtigen Stoffen auch fruchtige Aromastoffe in den Vorlauf und sind somit für den nachfolgenden Feinbrand verloren.

5.2.) Mittellauf:

Hier ist es für den Brennmeister besonders wichtig, dass er gleichmäßig weiterheizt. Im Mittellauf befinden sich die gewünschten Bestandteile, wie Trinkalkohol und Aromastoffe. Der Mittellauf beginnt mit 70 - 80 %vol. Alkohol und sinkt mit dem Brennverlauf langsam ab.
Das Ende des Feinbrandes ist bei Kernobst zwischen 55 - 65 %vol., bei Steinobst bei 50 - 65 %vol Alkohol erreicht.

5.3.) Nachlauf:

Als Nachlauf wird der Anteil bezeichnet, der unter 45 %vol abläuft. Nachlauf wird bis Minimum 25 %vol Alkohol gebrannt. Der Nachlauf wird nicht dem nächsten Rauhbrand zugegeben, da dies den Anteil der gefürchteten Fuselöle erheblich erhöht.

6. Die ausreichend lange Lagerung (die Reifung des Feinbrandes):

Der Feinbrand schmeckt noch hart und wild, deshalb wird dieser vor der Herabsetzung auf Trinkstärke und Abfüllung zum Reifen eingelagert. Zur optimalen Reifeprozedur ist neben einer gewissen Wärme auch Sauerstoff notwendig.
Die übliche Lagerungsdauer von hochprozentigem Feinbrand ist meist 2 - 4 Monate. Die Brennerei Fink lagert die Destillate jedoch bis 3 Jahre, damit diese auch voll ausreifen können.

Die Lagerbehältnisse der Schaubrennerei Fink sind aus geschmacksneutralem Edelstahl oder Glas, um ein unverfälschtes Aroma zu erhalten.
Überwiegend sind die Lagerbehältnisse nur zu ca. 75% gefüllt, damit auch der Sauerstoff entsprechend einwirken kann.
Bei der Lagerreife bilden sich neue Aromastoffe und der Feinbrand verliert seinen rauen wilden Geschmack.

Er wird milder, runder, harmonischer und somit geschmacklich erheblich verbessert.

7. Das Herabsetzen auf Trinkstärke:

Der Feinbrand hat einen Alkoholgehalt von 60 - 75 %vol und ist somit eigentlich ungeniessbar. Dieser hohe Alkoholgehalt wird mit "reinem (demineralisiertem) Wasser" auf "Trinkstärke" herabgesetzt.
Als idealer Alkoholgehalt hat sich bei Obstbränden 40 %vol durchgesetzt.

Mit höherem Alkoholgehalt kann der Alkohol zu "scharf" oder "dominant" wirken. Dies hat oft zur Folge , dass die wertvollen Fruchtaromen überdeckt werden. Bei niedrigerem Alkoholgehalt schmecken die Obstbrände vielfach "leer", "fad" oder sogar "klebrig".

8. Exakte Filtrierung

Beim Trinkfertigstellen auf 40 %vol. lassen sich meist gewisse Trübungen nicht vermeiden. Diese Trübungen hängen natürlich auch stark von den Inhaltsstoffen des Brandes ab. Daher wird der Obstbrand zum Abschluss noch filtriert.
Die Filtrierung erfolgt durch einen extrem feinen Mikrofilter.

Dies garantiert die Klarheit eines Obstbrandes auch in gekühltem Zustand.

Viel technisches Know-how und auch sehr viel Erfahrung sind notwendig um einen hervorragenden Obstbrand zu erhalten.
Die Schaubrennerei Fink verfügt über beides, denn hier werden schon in der Dritten Generation beste Obstbrände hergestellt.

Bestellen Sie jetzt - hochprozentige Spezialitäten von der Schaubrennerei Fink